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Bitcoin: Platzt die Blase?

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Bitcoin: Platzt die Blase?

An den Börsen herrschte in der ausgelaufenen Woche eine allgemein gute Stimmung, welche DAX, Dow Jones und Co. zu ansehnlichen Erholungen verhalf. Wer erwartete, dass davon auch Kryptowährungen wie der Bitcoin profitieren könnten, wurde allerdings bitter enttäuscht. Hier mussten erneut herbe Verluste hingenommen werden.

Mittlerweile scheint der Bitcoin die wichtige Marke bei 30.000 US-Dollar immer mehr aus den Augen zu verlieren. Nachdem die Quasi-Leitwährung im Kryptobereich heute Morgen um weitere 0,67 Prozent abwerte, fand sie sich bei nur noch 28.860 Dollar wieder. Das gab es schon seit Ende 2020 nicht mehr zu sehen, folgerichtig haben sich sämtliche Zugewinne des vergangenen Jahres schlicht in Luft aufgelöst.

Die vielen Enttäuschungen beim Bitcoin

Es gibt diverse Faktoren, welche Experten für die derzeitige Schwäche des Bitcoin ins Feld führen.

  • Steigende Zinsen verringern das Interesse an spekulativen Investments
  • Der Crash von Terra und einigen anderen Stablecoins hinterlässt Spuren
  • Neuerliche Ängste um Regulierungen
  • Große Investoren sind an Nachkäufen offenbar nicht interessiert
  • Die Charttechnik spricht mittlerweile gegen den Bitcoin

Überraschend war in den letzten Tagen allerdings, dass der Bitcoin trotz der aktuellen Stärke von Tech-Aktien nicht mit in die Höhe ziehen konnte. Bisher galt eigentlich der Grundsatz, dass die Digitalwährung mit der Performance von Apple, Google und Co. verknüpft sei. Das scheint sich aber ebenso als Illusion zu entpuppen wie Träumereien darüber, dass der Bitcoin hohe Inflationsraten nicht zu befürchten hätte.

Der Bitcoin auf dem Boden der Tatsachen

Grundsätzlich hat der Bitcoin eine recht einfache Mechanik, welche vor Inflation schützen soll. Die Anzahl der Tokens ist streng begrenzt und sie lässt sich in Zukunft auch nicht erweitern. Technisch wäre das zwar mit einem sogenannten Fork möglich. Aus einem solchen würde aber eben eine neue Währung entstehen, sodass keine tatsächlichen neuen Bitcoins generiert werden können.

In der Theorie klingt das schlüssig und nachvollziehbar. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass Spekulationsobjekte sich weder von Inflationssorgen noch von anderen Verwerfungen an den Märkten lösen können. Auch wenn der Bitcoin sich mittlerweile weitgehend etabliert hat und von einigen institutionellen Investoren gestützt wird, so handelt es sich doch weiterhin um ein gefährliches Investment mit hoher Volatilität, das sehr stark auf die Launen der Anleger reagiert.

Die vergangenen Wochen und Monate haben einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass diese Phase noch längst nicht überstanden ist. Einige Idealisten träumen zwar weiterhin von einer Welt, in welcher der Bitcoin ein ganz normales Zahlungsmittel mit einer ähnlichen Stabilität wie US-Dollar oder Euro sein wird. Bisher sind wir von einem solchen Punkt aber noch weit entfernt.

Die Behörden nehmen den Bitcoin ins Visier

Weiterer Gegenwind droht dem Bitcoin derzeit aus Richtung der Zentralbanken. Unter anderem ließ die EZB bereits durchblicken, dass sie über den Absturz von Stablecoins alles andere als erfreut ist und auch die hohen Risiken bei anderen Kryptowährungen werden für den durchschnittlichen Anleger als zu hoch bewertet. Ähnliche Töne gab es auch von den Kollegen der US-amerikanischen Fed bereits zu vernehmen.

Ob sich daraus nun irgendwelche Schritte für eine mögliche Regulierung ergeben, bleibt für den Moment noch offen. An den Märkten wird darüber aber bereits gemunkelt, und allein das sind schon schlechte Nachrichten für die weitere Kursentwicklung. Mit der Aussicht auf Regulierungen oder gar ein Verbot des Handels mit bestimmten Kryptowährungen hält sich die Kauflaune schlicht in Grenzen.

Zwar dürfte es technisch gar nicht so einfach möglich sein, irgendwelche nachhaltigen Beschränkungen bei Bitcoin und Co. durchzuführen. Die genauen Hintergründe dürften den meisten Anlegern aber wenig bekannt sein und es kann auch nicht von jedem erwartet werden, sich mit allen Details rund um die Funktionsweise der Blockchain an sich sowie deren Feinheiten bei den einzelnen Kryptowährungen auszukennen. Selbst wenn die Zentralbanken oder auch die Politik den Handel kaum gänzlich unterbinden können, so hätten Versuche in diese Richtung dennoch eine Signalwirkung und damit negativen Einfluss auf die weitere Kursentwicklung.

Es könnte schlimmer aussehen für den Bitcoin

Trotz der vielen Enttäuschungen in jüngster Zeit sei gesagt, dass der Bitcoin sich immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau befindet. Noch vor zwei oder drei Jahren hätten nur die größten Optimisten damit gerechnet, dass bei einem Kurs von knapp 30.000 Dollar über einen Crash diskutiert wird. Auch im Vergleich mit anderen Kryptowährungen schlägt der Bitcoin sich noch vergleichsweise gut.

Kryptowährung Performance 12 Monate Marktkapitalisierung Bitcoin -19,3 % 549 Mrd. USD Ethereum -27,5 % 198 Mrd. USD XRP Ripple -60,6 % 18,6 Mrd. USD Dogecoin -75,5 % 10,8 Mrd. USD Litecoin -68,1 % 4,4 Mrd. USD Bitcoin Cash -76,6 % 3,35 Mrd. USD TERRA -99,9 % 0,91 Mrd. USD

Es mag für den Moment nur ein schwacher Trost sein, doch inmitten der teils heftigen Abstürze an den Kryptomärkten präsentiert der Bitcoin sich weiterhin als recht zuverlässig und beständig. Wer weiterhin von der Idee und dem Erfolg von Kryptowährungen überzeugt ist, der findet im Bitcoin damit weiterhin die wohl erste Anlaufstelle, um eventuelle Investments zu tätigen. Nach den letzten Verlusten ist der Einstieg dabei so günstig wie schon lange nicht mehr möglich. Allerdings hat EZB-Chefin Christine Lagarde nicht unrecht, wenn sie von enormen Risiken spricht, da mit derartigen Zukäufen einhergehen. Ob es sich lohnt, diese einzugehen, kann letztlich nur jeder für sich selbst entscheiden.

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Quelle

ethereum.today

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